Costa Rica ist ein kleines Land in Mittelamerika und seit vielen Jahren ein beliebtes Reiseziel. Tropische Wälder, Vulkane und zwei Küsten, die Pazifik- und Karibikküste lassen das Land in einem atemberaubenden Grün erstrahlen und beeindrucken Jahr für Jahr die Touristen. Ein Land voller Lebensfreude, Herzlichkeit und Natur. Im Folgenden gebe ich dir 10 Gründe warum du nach Costa Rica reisen solltest.

 

  1. Das Klima
La Paz Waterfall Gardens, Alajuela

Costa Rica ist ein tropisches Land. Man unterscheidet zwischen der Regenzeit und der Trockenzeit. Ungefähr von April bis November ist die Regenzeit und von Dezember bis März die Regenzeit. Regenzeit bedeutet allerdings nur ein paar Schauer am Nachmittag, mal stärker und mal schwächer. Beide Zeiten eignen sich um das Land zu bereisen. Die Regenzeit lässt das ganze Land in einem prachtvollem Grün erstrahlen, in der Trockenzeit ist es teilweise sehr heiß. Beides hat also seine Vorteile und es kommt darauf an, was man sehen und unternehmen möchte.

Es gibt viele Mikroklimas, weshalb es zum Beispiel im Norden in Guanacaste sehr trocken ist, während im Süden ein feuchtes Klima herrscht. Neben den tropischen Regenwäldern gibt es auch tropische Trockenwälder und Nebelwälder, in denen es sogar relativ kalt werden kann. Außerdem durchzieht eine Bergkette das Land vom Norden bis zum Süden und ist dafür verantwortlich, dass das Wetter auf der Karibikküste gegensätzlich zu dem auf der Karibikküste ist.

 

  1. Die Artenvielfalt
Aras in Costa Rica

 

Durch die privilegierte Lage in Mittelamerika auf der Landbrücke, die Nord- und Südamerika verbindet, gibt es in Costa Rica eine immense Artenvielfalt. Insgesamt macht das Lande gerade einmal 0,03% der Erdoberfläche aus und umfasst aber fast 6% der weltweiten Artenvielfalt. 900 Vogelarten kann man hier sehen, ein wahres Paradies für alle die Vogelbeobachter. Stell dir vor, du läufst durch den Regenwald, in den Baumkronen schaut ein Faultier entspannt dabei zu wie die Kapuzineraffen sich von einem Ast zum Nächsten schwingen und über ihnen fliegen rote Aras am blauen Himmel. Die Natur ist so beeindruckend!

Das gleiche gilt auch für die Unterwasserwelt. Fünf der sieben Meeresschildkrötenarten kommen jedes Jahr an Costa Ricas Küsten um ihre Eier abzulegen, unter anderem die Lederschildkröte, die Grösste ihrer Art. Dieses Naturspektakel kann man an beiden Küsten beobachten, so wohl die Ankunft der Schildkröten am Strand, als auch die kleinen Babyschildkröten, die sich später auf den Weg ins Meer machen.

 

  1. Nationalparks
Vulkan Irazú

 25% der Landesfläche Costa Ricas werden durch Nationalparks, staatliche und privaten Reservaten geschützt. Einer der meist besuchten Nationalparks ist Manuel Antonio, wo der Regenwald direkt auf die Pazifikküste trifft. Der Corcovado Nationalpark im Süden wurde übrigens von National Geographics als der artenreichste Park der Welt bezeichnet.

Auch die Vulkane sind sehr beeindruckend. Über 200 vulkanische Formationen gibt es in Costa Rica. Der Vulkan Arenal, der mit seiner perfekten Kegelform Touristen anzieht, der Vulkan Turrialba, Vulkan Irazú, Rincón de la Vieja und der Vulkan Poas können von Besuchern bestaunt werden. Allerdings ist der Vulkan Poás wegen seiner erhöhten Aktivität in letzter Zeit nur noch bedingt für Besucher geöffnet.

 

  1. Strände
Playa Portrero, Guanacaste, Pazifikküste

 

Wer gerne am Strand liegt oder surft ist in Costa Rica genau richtig. Costa Rica hat durch die privilegierte Lage zwei Küsten, die Karibik- und die Pazifikküste. Beide Küsten sind unberührt und statt hohen Hotelgebäuden reihen sich Palmen natürlich aneinander. Durch die unregelmäßige Küste sieht jeder Strand anders aus. Dunkle, steinige oder weiße Sandstrände, mit Wellen die sich perfekt zum surfen eignen oder ruhige Strände mit kristallklarem Wasser um sich mal richtig zu entspannen und mit einem Cocktail in der Hand denn Sonnenuntergang über dem Pazifik zusehen. Einfach traumhaft.

Auch die Karibikküste zieht ihre Besucher Jahr für Jahr in ihren Bann. Tortuguero, auch der Amazonas Costa Ricas genannt, ist außerdem einer der besten Orte um Schildkröten bei der Eiablage und beim schlüpfen zu beobachten. Miete ein Fahrrad und fahre die Küste entlang, von einem Strand zum Nächste. Genieße die Aussicht, während du den ruhigen Reggaeklängen zuhörst und aus einer Kokosnuss trinkst… Herrlich!

 

  1. Aktivitäten:
Hängebrücke in La Fortuna

 

Eine Wanderung im tropischen Regenwald, hoch auf einen der vielen Vulkane. Eine Rafting Tour auf dem bekannten Río Paquare, wo bereits Meisterschaften stattfanden, Ziplinen durch den Regen- oder Nebelwald, Klettern oder Rappel an Wasserfällen, Quad- Touren, auf Hängebrücken zwischen den Baumkronen laufen, Surfen und abends in einer heissen Quelle entspannen, die natürlich durch die vulkanischen Strukturen gewärmt werden. Hier ist für jeden etwas dabei. Langweilig wird es garantiert nicht!

 

  1. Pura Vida
Pura Vida

 

Pura Vida bedeutet übersetzt ,,Pures Leben” und ist eine Lebenseinstellung der Ticos (costaricaner). Die Costa Ricaner gehen ihr Leben mit viel Ruhe an, sie lassen sich nicht hetzen und nehmen sich Zeit um in Ruhe Lösungen für ihre Probleme zu finden. Wenn du nach Costa Rica reist, wird du an jeder Ecke ein ,,Pura Vida” hören, denn es kann in jeder Situation eingesetzt werden und quasi jedes Wort ersetzen. So leben und geniessen sie jeden Tag ihres Lebens und werden als eines der glücklichsten Länder der Welt gezählt. Lass dich von ihrer Lebensfreude begeistern.

Übrigens werden die Costa Ricaner Ticos genannt, weil sie dazu neigen an das Ende der Wörter Verniedlichungen anzuhängen, also ein -tico. So wird zum Beispiel aus ,,chiquito” (dt.: klein) ,,chiquitico”.

 

  1. Kultur
Wasserfall in Alajuela

 

Die Ticos sind ein sehr lebensfrohes Volk. Die Familie steht an erster Stelle und ihre Traditionen werden Jahr für Jahr gemeinsam gefeiert. Sie sind sehr gastfreundliche und herzliche Menschen.

Zum Frühstück essen die Ticos ,,Gallo Pinto”, also Rice and Beans, oft mit Spiegeleiern, Käse und Natilla. Ein traditionelles Gericht ist auch das ,,casado”, ein Gericht mit Reis, Bohnen, Salat und Fleisch oder Fisch, was meist mit einem Fruchsaft mit lokalen Früchten serviert wird. Der costaricanische Kaffee ist weltweit bekannt und beliebt. Hier kannst du auf Kaffeetouren über den Anbau lernen und natürlich von dem aromatischen Endprodukt probieren.

Es gibt noch einige Ureinwohner die man auch besuchen kann. Die Bribris zum Beispiel sind ein Volk in Talamanca, an der Karibikküste. Sie reden in ihrer eigenen Sprache, mit Besuchern reden sie spanisch. Sie zeigen dir wie sie aus Kakaobohnen Kakaopulver machen, ihre Traditionen und Bräuche. Es ist eine tolle Möglichkeit über sie und von ihnen zu lernen.

 

 

  1. Ein Reiseziel für jeden
Playa Conchal

 

Lange war Costa Rica das Traumziel vieler Backpacker, heute ist es auch bei Familien sehr beliebt.

Die Costa Ricaner sind sehr kinderfreundliche Menschen und Kinder sind überall willkommen. Neben den ganzen Actiontouren und Wanderungen gibt es auch ruhigere Ausflüge wie zum Beispiel die Hängebrücken. Nach Tortuguero und Corvovado kommt man nur per Boot, was alleine die Anreise schon zu einem Erlebnis macht, da man mit etwas Glück Faultiere, Kaimane, Affen und viele bunte Vögel sehen kann. Auch Thermalquellen in La Fortuna sind toll für Familien. Zu den Kratern von Vulkanen kann man oft mit dem Auto fahren und nur wenige Meter laufen. Und nicht zu vergessen die Strände: Mache Strände haben sehr ruhiges Wasser, wo auch Kinder baden können. Du siehst, für jede Altersklasse und Interessen ist hier etwas dabei.

 

 

  1. Nachhaltigkeit
Vulkan Arenal, La Fortuna

 

Wie du vielleicht bereits bemerkt hast, wird Naturschutz in Costa Rica groß geschrieben. Es werden zu 98% erneuerbare Energien genutzt. Des Weiteren gibt es zahlreiche Programme, die die Einwohner dazu aufrufen weniger Plastik zu verwenden, Aktionen, an denen die Strände und Flüsse gesäubert werden und Aktionen, bei denen noch mehr Bäume gepflanzt werden. Der Präsident setzt sich außerdem dafür ein, dass das Land bis 2025 Co2- Neutral ist.

Auch Tiere werden geschützt. Es gibt sehr viele Freiwilligenprogramme die sich für die Aufrechterhaltung der Nationalparks sowie den Schutz der Schildkröten einsetzen.

 

 

  1. Sicherheit
Sonnenuntergang am Playa Flamingo, Guanacaste

,,Alles was unter den USA kommt ist gefährlich!”. Dieses Vorurteil haben wir alle schon einmal gehört, aber das stimmt so nicht. Costa Rica ist eines der sichersten Länder in Mittelamerika. Generell gilt, wie in allen Ländern der Welt, dass man auf seine Wertgegenstände achten und nicht mit zu auffälligem Schmuck durch die Strassen laufen sollte.

Eine Statistik des OIJ (Kriminalpolizei) und des ICT (Institut für Tourismus in Costa Rica) zeigte, dass bei 4,5 Millionen Touristen die im Zeitraum von Januar 2017 bis Juni 2018 in Costa Rica waren, 1.728 Opfer eines kriminellen Aktes wurden. Rein statistisch gesehen liegt das Risiko als Tourist Opfer eines solches Delikts zu werden also bei 0,038%.

Wie du siehst ist Costa Rica ein Reiseziel für jeden und zu jeder Jahreszeit. Durch die verschiedenen Mikroklimas findet man von Regenwäldern über Vulkane und Strände einfach alles. Die immense Artenvielfalt lässt das Land immer in einem wundervollen Grün erstrahlen, durch das bunte Vögel am blauen Himmel fliegen. Ein wahres Naturparadies. Worauf wartest du noch?

Pura Vida!

 

Fotos und Story von Caroline Brandt, Bloggerin bei Costa Rica Talk (link: www.costaricatalk.com) Costa Rica Talk ist ein Blog von Auswanderern und Ticos die in Costa Rica leben und ihre Reiseerfahrungen im Land teilen. We are locals sharing experiences! Mehr Informationen unter hello@costaricatalk.com

 

 

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